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Martin Bambauer wurde 1970 in Wesel (Niederrhein) geboren.

Er studierte Evangelische Kirchenmusik an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf (Orgel bei KMD Hanns-Alfons Siegel und Prof. Hans-Dieter Möller, Improvisation bei Prof. Dr. Gustav A. Krieg). Nach seinem A-Examen (im Fach Improvisation mit Auszeichnung) setzte er seine Orgelstudien in der Konzertklasse von Prof. Daniel Roth an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt a. M. fort, wo er 1999 die Konzertreifeprüfung und 2001 das Konzertexamen absolvierte. Zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei Olivier Latry, Ben van Oosten, Ewald Kooiman, Jon Laukvik und Marie-Claire Alain, ergänzten seine Ausbildung.

Martin Bambauer ist Preisträger internationaler Orgelwett-bewerbe (z.B. 1994 in Elburg / NL, 1995 1. Preis des Orgelimprovisationswettbewerbs in Schwäbisch Gmünd). 1995 erhielt er den Förderpreis des 1. Int. Orgelfestivals "Fugato" in Bad Homburg v.d.H.


Martin Bambauer konzertierte als Organist in ganz Deutschland (u.a. Ulmer Münster, Marktkirche Wiesbaden, Altenberger Dom, Abteikirche Himmerod, Erfurter Dom, Schlosskirche Altenburg, Frauenkirche Dresden), der Schweiz, Frankreich (u.a. in den Pariser Kirchen Ste-Trinité, St. Sulpice und der Kathedrale Notre-Dame), Belgien, England (u.a. Kathedrale zu Gloucester), Schottland, Norwegen, Italien, Russland (Philharmonie St. Petersburg) und den USA.

Im Rahmen der „50th Conference on Organ Music“ spielte er das Guest Recital im Hill Auditorium der University of Michigan, Ann Arbor (USA) und hielt einen Vortrag über Charles Tournemire.

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Maurice Duruflé brachte er 2002 dessen gesamtes Orgelwerk zur Aufführung. Vom 21. März 2010 (Bachs Geburtstag) bis zum Silvesterabend desselben Jahres spielte er das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach in 25 Veranstaltungen (Konzerten, Orgelmatineen und – vespern) an der Schuke-Orgel der Konstantin-Basilika.


Zahlreiche CD-Aufnahmen - darunter eine Aufnahme mit Weltersteinspielungen von Werken César Francks an der Cavaillé-Coll-Orgel der Kathedrale zu Carcassonne, die sehr gute Rezensionen erhielt (Fono Forum, Musica Sacra) - dokumentieren seine künstlerische Tätigkeit.

Seine jüngste CD-Einspielung mit Werken für Chor und Orgel von Louis Vierne und Petr Eben sowie Orgelwerken von Charles Tournemire und Gerald Hendrie ist 2011 beim Label Motette / Ursina erschienen.


An der Musikhochschule Köln war Martin Bambauer von 2001 bis 2008 Dozent für Liturgisches Orgelspiel und Improvisation.


Als Dirigent hat er bedeutende oratorische Werke von u.a. Bach (Weihnachtsoratorium, h-Moll-Messe, Matthäus-Passion, Johannes-Passion, Magnificat, zahlreiche Kantaten etc.), Händel (Messiah), Mozart (Requiem, Krönungsmesse Große Messe c-Moll), Beethoven (Missa solemnis), Mendelssohn (Elias), Brahms (Ein deutsches Requiem), Bruckner (Te Deum), Fauré (Requiem), Poulenc (Gloria, Stabat mater), Duruflé (Requiem), Bernstein (Chichester Psalms) aufgeführt. In Trier arbeitet er mit dem Trierer Bachchor und dem von ihm im Jahr 2000 gegründeten Caspar-Olevian-Chor sowie dem Ev. Kinderchor Trier. Im Oktober 2003 dirigierte er Edward Elgars Oratorium "The dream of Gerontius" als Abschlusskonzert des Mosel-Musikfestivals.



Seit 1999 ist er Kantor und Organist an der Konstantin-Basilika zu Trier. Dort ist er künstlerischer Leiter der renommierten "Sommerlichen Orgelkonzerte" an der Schuke-Orgel der Basilika, auf der viele Organistinnen und Organisten von Weltrang während der letzten nahezu vierzig Jahre konzertiert haben. Darüberhinaus ist er Kreiskantor des Ev. Kirchenkreises Trier.

Mit dem Neubau einer viermanualigen symphonischen Hauptorgel für die Konstantin-Basilika, der in naher Zukunft Gestalt annehmen wird, initiierte er eines der beachtenswertesten europäischen Orgelbauprojekte des 21. Jahrhunderts.

Vita